Im November 2025 durften wir am Fachbereich Maschinenbau und Kunststofftechnik Herrn Masaki Horiuchi von der Faculty of Science and Engineering, Waseda University (Japan) zu einem vierwöchigen Forschungsaufenthalt begrüßen. Der Aufenthalt entstand aus der sich vertiefenden Kooperation zwischen Prof. Marcin Orawiec (Fachbereich Architektur) und Prof. Chiharu Tokoro (Waseda University), die im Rahmen des Projekts rethink*rotor initiiert wurde. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den interdisziplinären und internationalen Austausch zwischen den beteiligten Institutionen weiter auszubauen. Das CreativeLab rethink*rotor ist am Fachbereich Architektur der Hochschule Darmstadt angesiedelt, wird gemeinsam mit der OX2architekten GmbH, Aachen, getragen und fungiert zugleich als internationaler wissenschaftlicher Partner des Circular Value Chain Consortiums an der Waseda University.
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Forschungsaufenthalt von Herrn Masaki Horiuchi (Waseda University, Japan)
Vor diesem Hintergrund passte Herr Horiuchis fachliche Ausrichtung hervorragend zu unseren Forschungsschwerpunkten. In seiner Arbeitsgruppe an der Waseda University beschäftigt er sich mit der Rückgewinnung von Lithium-Ionen-Batterien und metallischen Materialien aus Elektromotoren.
Während seines Aufenthalts arbeitete er in der Forschungsgruppe von Prof. Jürgen Wieser und erhielt Einblicke in laufende Arbeiten zur Charakterisierung von Sekundärkunststoffen und deren Prozessverhalten am Institut für Kunststofftechnik (ikd).
Im gemeinsamen Arbeiten zeigte sich schnell, dass der Austausch in beide Richtungen wirkte. Viele unserer technischen Fragestellungen erwiesen sich als erstaunlich ähnlich – und zugleich wurde deutlich, wie stark kulturelle Prägungen beeinflussen, wie Ingenieurinnen und Ingenieure Probleme formulieren und lösen. Dieser gegenseitige Einblick in Denk- und Arbeitsweisen hat die wissenschaftliche Zusammenarbeit auf beiden Seiten spürbar bereichert.
Handwerkskunst mit Gedanken von Achtsamkeit, Reduktion und Gestaltungspräzision – ein Moment, der bei uns einen bleibenden Eindruck hinterließ.
Zum Abschied erhielt Herr Horiuchi einen selbst gefertigten 3D-Druck FT4 Vessel, an dessen Design er im Rahmen seines Forschungsaufenthalts mitgewirkt hat. Der funktionale Prototyp ist bereits in unserer Pulverrheologie im Einsatz – ein kleines, aber bedeutungsvolles Andenken an seine vier Wochen bei uns.
Wir danken Herrn Horiuchi herzlich für seinen Aufenthalt, wünschen ihm viel Erfolg für sein weiteres Studium und freuen uns auf zukünftige Austauschformate sowie neue gemeinsame Partner in Japan.