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Fachbereichsübergreifender Austausch an der h_da

Laborrundgang im Fachbereich Maschinenbau und Kunststofftechnik stärkt fachbereichsübergreifenden Austausch an der h_da


Am 26. März 2026 fand im Fachbereich Maschinenbau und Kunststofftechnik (MK) ein Laborrundgang im Studiengang Polymer Engineering statt. Ziel der Veranstaltung war es, den fachlichen und didaktischen Austausch zwischen den Laboringenieurinnen und -ingenieuren der verschiedenen Fachbereiche an der h_da zu fördern, Einblicke in die Laborausstattung sowie aktuelle Arbeitsfelder zu ermöglichen.

Der Einladung folgten insgesamt 21 Teilnehmende aus unterschiedlichen Fachbereichen. Besonders erfreulich war die standortübergreifende Beteiligung: Einige Kolleginnen und Kollegen reisten eigens vom Mediacampus in Dieburg an, während weitere Teilnehmende aus verschiedenen Fachbereichen am Standort Darmstadt vertreten waren.

Geplant und organisiert wurde die Veranstaltung von Barbara Damberg aus dem Fachbereich Maschinenbau und Kunststofftechnik in Zusammenarbeit mit Erika Schimpf aus dem Bereich Hochschuldidaktik. Zum Auftakt begrüßte Barbara Damberg die Teilnehmenden mit einer Präsentation, in der sie den Fachbereich vorstellte und insbesondere Einblicke in den Bereich der Materialforschung und -prüfung gab.

Im Anschluss stellte Dr. Max von der Thüsen sich sowie die Arbeit der Vertreterinnen und Vertreter der wissenschaftlichen Mitarbeitenden im Senat vor.

Danach begann der praktische Teil des Rundgangs: Die Teilnehmenden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe wurde von Laboringenieur Bardo Palmberg durch die Labore geführt, wobei er die Verfahren der Extrusion sowie des Spritzgießens anschaulich präsentierte. Beim Spritzgießen wurden vor Ort Kunststoffbecher hergestellt. Die Teilnehmenden konnten dabei selbst wählen, in welcher Farbe die Becher produziert werden sollten. So ließ sich anschaulich nachvollziehen, wie sich Verweilzeiten des Materials in der Spritzgießmaschine auswirken – etwa durch unterschiedlich intensive Farbverläufe oder durch sichtbare Vermischungen bei Farbwechseln in den fertigen Bechern.

Parallel dazu stellte Laboringenieur Birk Schefczik der zweiten Gruppe verschiedene Methoden des Rapid Prototyping vor. Nach einer gemeinsamen Kaffeepause wurden die Gruppen gewechselt, sodass alle Teilnehmenden die Gelegenheit hatten, beide Themenschwerpunkte kennenzulernen.

Neben der Vorstellung technischer Ausstattung und laufender Projekte bot die Veranstaltung zahlreiche Gelegenheiten zum persönlichen Austausch, zur Diskussion gemeinsamer Herausforderungen sowie zur Identifikation möglicher Synergien in Lehre und Forschung.

Die durchweg positive Resonanz unterstreicht die Bedeutung solcher Formate für die interne Vernetzung und den Wissenstransfer innerhalb der Hochschule. Dies zeigt sich
auch in der Rückmeldung eines Teilnehmenden: Holger Frank aus dem Fachbereich EIT, der sich für die hochschulweite und landesweite Vernetzung der Laboringenieure engagiert, schrieb am Tag nach der Veranstaltung:

„Heute Morgen beim Ausräumen unserer heimischen Spülmaschine habe ich nicht einfach nur Plastikbecher in die Hand genommen, sondern das Ergebnis eines echt umfangreichen und vielfältigen Herstellprozesses. Die Veranstaltung hat bei mir tiefe Eindrücke hinterlassen. Ich fand es schön zu sehen, dass es eine große Zahl von Interessierten von uns gibt, die bereit sind, über den Tellerrand zu schauen. Bardo und Birk haben auf ihre ganz unterschiedliche Weise gezeigt, was man mit Kunststoff alles machen kann und auch ihre Begeisterung für ihren Job rübergebracht.“

Der Laborrundgang knüpft an eine bereits etablierte Reihe von Laborvorstellungen an: Bereits am 16. Dezember 2025 führten die Kollegen Kevin Reimuth und Stefan Appelshäuser, ebenfalls aus dem Fachbereich Maschinenbau und Kunststofftechnik, durch ihre Labore im Bereich Maschinenbau und gewährten spannende Einblicke in ihre Arbeitsbereiche. Zuvor öffneten auch die Fachbereiche Media, Mathematik und Naturwissenschaften sowie Elektro- und Informationstechnik die Türen zu ihren Laboren. Die Treffen der Laboringenieurinnen und -ingenieure jähren sich zudem im Mai dieses Jahres bereits zum dritten Mal, was die nachhaltige Etablierung dieses Formats unterstreicht.

Der aktuelle Laborrundgang leistete damit erneut einen wertvollen Beitrag zur standort- und fachbereichsübergreifenden Zusammenarbeit.


Dipl.-Ing. Barbara Damberg, 1.4.2026